{"id":167,"date":"2017-08-14T17:12:58","date_gmt":"2017-08-14T15:12:58","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.huemmer.net\/?p=167"},"modified":"2017-08-15T22:02:52","modified_gmt":"2017-08-15T20:02:52","slug":"tour-de-lac-leman","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.huemmer.net\/?p=167","title":{"rendered":"Tour de Lac Leman"},"content":{"rendered":"<p>In diesem Jahr habe ich endlich mal wieder so richtig mit dem Rennradfahren weitergemacht, nachdem dieses Hobby zwischenzeitlich aus verschiedenen Gr\u00fcnden eher nur sporadisch bis kaum mehr ausge\u00fcbt wurde und das Rad in der Garage rumstand.<\/p>\n<p>Da mich mein Urlaub an den Genfer See f\u00fchren sollte, kam mir pl\u00f6tzlich die Idee, da k\u00f6nnte man doch einmal drum rum fahren. Nach etwas Recherche wurden dann zwei Fakten schnell klar: 1. Ja, da kann man sehr gut rumfahren, es gibt sogar ausgeschilderte Velorouten, 2. Das sind aber um die 180 km.<\/p>\n<p>Au weia, 180 km, ist das zu schaffen? Meine l\u00e4ngste Tour war bis dahin in diesem Jahr &#8222;nur&#8220; 100 km. Gut, fr\u00fcher bin ich auch mal um die 140 km gefahren, aber das ist lange her. Ich holte mir also Rat in einem Radsportforum bei den &#8222;alten Hasen&#8220; und nachdem es dann hie\u00df &#8222;Probieren, wer 100 km f\u00e4hrt schafft auch 180 &#8230;&#8220; und dazu noch allerlei gute Ratschl\u00e4ge zur tats\u00e4chlichen Durchf\u00fchrung kamen, dachte ich, o.k. dann soll das vielleicht was werden. Am Wochenende vor der Anreise, bin ich dann daheim noch mal 130 km gefahren und das ging eigentlich problemlos, also warum nicht?!<\/p>\n<p>Die Gegend um Montreux ist mir seit langer Zeit durch mehrere Reisen schon vertraut und ich mag diese Landschaft sehr, mit dem schon fast mediterran angehauchten See und den Bergen drum rum. Sowohl in die Berner Alpen als auch zum Mont Blanc ist es nicht sehr weit.<\/p>\n<p>Meine Unterkunft ist ein Ferienappartement (1-Zimmer-Wohnung) im 8. Stock eines gr\u00f6\u00dferen Wohngeb\u00e4udes in Clarens (Stadtteil von Montreux). Mit der Wohnung habe ich es hervorragend getroffen, sie hat einen gro\u00dfen Balkon mit grandiosem Seeblick und eine kleine K\u00fcche, schnelles Internet und einen Stellplatz in der Tiefgarage in Form einer abgeschlossenen Garagenbox, worin mein Auto und mein Rad bestens untergebracht sind.<\/p>\n<p>Angekommen bin ich am Montag, 31.07.2017 und der Wetterbericht verspricht f\u00fcr die ganze Woche: Trocken und hei\u00df. Da am 1.8. der Schweizer Bundesfeiertag begangen wird, gibt es rund um den See in der ganzen Nacht st\u00e4ndig Feuerwerk. Zun\u00e4chst z\u00fcnden alle m\u00f6glichen Leute selbst Raketen (wie bei uns zu Silvester) und dann ab 22 Uhr, geht in den einzelnen Ortschaften, die sich ja wie an einer Perlenkette sich am Seeufer entlang reihen, ein gro\u00dfes inszeniertes Feuerwerk nach dem andern los. Es ist erstaunlich, was da in die Luft gejagt wird.<\/p>\n<p>Am Feiertag selbst hab ich einen Ausflug mit kleiner Bergwanderung hoch zum &#8222;Dent de Jaman&#8220; und &#8222;Rochers de Naye&#8220; gemacht. Von da oben hat man einen gigantischen Blick auf den See:<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.huemmer.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG_1124-e1501747591968.jpg\" alt=\"Blick vom Dent de Jaman auf den Genfer See\" \/><\/p>\n<p>Am Mittwoch sollte nun also mein Vorhaben starten. Damit ich fr\u00fch ausgeruht starten kann, so meine Vorstellung, gehe ich fr\u00fch schlafen. Soweit die Theorie. Um 22 Uhr geht auf einmal schon wieder die B\u00f6llerei draussen los. Also nicht nur am Vorabend, sondern auch zum Abschluss des Feiertags gibts nochmal Feuerwerk.<\/p>\n<p>Nach kurzer unruhiger Nacht ein Blick aufs Smartphone: 5.30 Uhr. Also gut, auf geht&#8217;s! Fr\u00fchst\u00fccken, noch etwas technischer Dienst am Fahrrad und dann sp\u00e4testens gegen 7 Uhr rein in die Pedale!<\/p>\n<p>Los geht&#8217;s also in Clarens. Nachdem ich mein Fahrrad aus der Tiefgarage rausgeholt habe, die T\u00fcr sich hinter mir schliesst, f\u00e4llt mein Blick auf einen Gullydeckel und ich denke mir, na bravo, bei dem Vorzeichen muss es ja klappen! \ud83d\ude00<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.huemmer.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG_1197-1-e1501747502254.jpg\" alt=\"Kanaldeckel sagt \" \/><\/p>\n<p>Ich rolle ein paar Meter die Seitenstra\u00dfe von meiner Wohnung aus runter und biege nach links in die Hauptstra\u00dfe Richtung Montreux. Der \u00dcbergang von Clarens nach Montreux bis nach Territet und dem Ch\u00e2teau de Chillon ist fliessend, es ist sozusagen ein Ort. Der Verkehr ist um diese Zeit noch sehr ruhig. Vorbei geht es an den mond\u00e4nen Hotels. Mich \u00fcberholt ein Handwerkerkastenwagen, den ich dann aber an der \u00fcbern\u00e4chsten Ampel schon wieder eingeholt habe. Ich lasse es sehr ruhig angehen, stehen mir doch mind. 180 km. bevor. Vorbei geht es am Ch\u00e2teau de Chillon, hier zw\u00e4ngt sich die Stra\u00dfe zwischen Felsen und See und man merkt sofort, dass dies seit jeher ein historisch strategisch wichtiger Ort war.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.huemmer.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG_1074-e1501747669927.jpg\" alt=\"Ch\u00e2teau de Chillon\" \/><\/p>\n<p>Nun folgt knapp ein km mit etwas freierer Landschaft bis sozusagen das eine Ende des Sees und die Ortschaft Villeneuve erreicht ist. Wer die herzzerrei\u00dfende Geschichte &#8222;Episode am Genfer See&#8220; von Stefan Zweig kennt, die ist hier in Villeneuve angesiedelt.<\/p>\n<p>In Villeneuve muss man nicht der Hauptstra\u00dfe folgen, dies w\u00e4re etwas ein Umweg vom See weg, man sieht hier, kurz vor einer Tankstelle das Schild der &#8222;Veloroute 46&#8220; und biegt nach rechts ab. Nun f\u00fchrt eine schmale Stra\u00dfe durch eine Art Auenlandschaft. Hier kommt die Rhone aus dem Rhonetal und muss in den See hinein (bei Genf fliesst sie dann wieder aus dem See heraus und weiter zum Mittelmeer). Es geht durch Felder und auch ein St\u00fcck durch den Wald. Sehr h\u00fcbsch um diese morgendliche Stunde. Es geht zweimal \u00fcber eine Br\u00fccke. Die eine ist sehr schmal, es empfiehlt sich ggf. abzusteigen, da es mehr eine Art Fu\u00dfg\u00e4ngerbr\u00fccke ist. Man \u00fcberquert zuerst einen kleinen Kanal und dann die Rhone.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.huemmer.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG_1200-1-e1501747757602.jpg\" alt=\"Kanal \" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.huemmer.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG_1201-1-e1501747813126.jpg\" alt=\"Rhone fliesst bei Villeneuve in den Genfer See\" \/><\/p>\n<p>Nachdem man die Rhone \u00fcberquert hat, befindet man sich nicht mehr im Waadtland sondern im Kanton Wallis. Nun geht es Richtung St. Gingolph und man findet irgendwann wieder auf die Hauptstra\u00dfe, die am See entlangf\u00fchrt. St. Gingolph hat einen Schweizer und einen franz\u00f6sischen Teil, hier verl\u00e4uft also die Landesgrenze. Um die 20 km meiner Tour sind bis dahin absolviert. Die Grenze hat einen Schlagbaum und Grenzposten. Das Auto vor mir verlangsamt, h\u00e4lt am Posten kurz an und wird dann durchgewunken. Ich bin gespannt, ob ich meinen Ausweis zeigen muss. Als der Grenzposten sieht, dass ich mit einem Fu\u00df aus den Klickpedal gehe, winkt er mich aber sofort durch und gr\u00fc\u00dft mit einem freundlichen Bonjour.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.huemmer.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG_1205-1-e1501747886733.jpg\" alt=\"Staatsgrenze in St. Gingolph\" \/><\/p>\n<p>Nun befinde ich mich also in Frankreich. Weiter geht es entlang der Uferstra\u00dfe. Und gleich so, als ob alle Klischees erf\u00fcllt werden m\u00fcssten, \u00fcberholt mich zuerst ein 2CV und in der n\u00e4chsten malerischen Ortschaft l\u00e4uft ein Mann mit einem Baguette, dass er sich eben aus der Boulangerie geholt hat. \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Es sind wirklich sehr sch\u00f6ne kleine Ortschaften, die nun von Zeit zu Zeit entlang der Uferstra\u00dfe meinen Weg s\u00e4umen. Immer rechts von mir der See und eine Zeit lang, kann ich mich mit einem Motorboot, dass parallel von mir im See dahinf\u00e4hrt messen. Das Boot f\u00e4hrt etwas \u00fcber 30 km\/h. Irgendwann lasse ich dann abreissen. Sp\u00e4ter kommt links neben der Stra\u00dfe eine Art Burg und ein Torbogen \u00fcberspannt die Uferstra\u00dfe.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.huemmer.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG_1208-1-e1501747984247.jpg\" alt=\"Torbogen \u00fcber Stra\u00dfe zwischen St. Gingolph und Evian\" \/><\/p>\n<p>Noch vor Evian kommen mir zwei Rennradler entgegen und es wird auffallend freundlich gegr\u00fc\u00dft und gewunken. Sehr sch\u00f6n!<\/p>\n<p>Jetzt kommt das ber\u00fchmte St\u00e4dtchen Evian. Zeit mir eine neue Flasche Wasser, nat\u00fcrlich der Marke &#8222;Evian&#8220; zu holen. An der Uferpromenade gibt es Dutzende von Kiosken, aber kein einziger scheint um diese Zeit schon offen zu haben, so mache ich Halt an einer Tankstelle am Ende des Ortes. Die freundliche Verk\u00e4uferin ist etwas verdutzt, als ich ihr einen 10-Franken-Schein (Schweizer Franken) hinhalte. Ob ich denn keine Euros h\u00e4tte? Nein, da hab ich nicht dran gedacht, aber ich hab zum Gl\u00fcck meine Mastercard dabei und alles l\u00f6st sich in freundlichem Wohlgefallen auf. Wird eben die Flasche Wasser mit der Kreditkarte abgerechnet.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.huemmer.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG_1210-e1501748079234.jpg\" alt=\"Evian\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.huemmer.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG_1212-e1501748130383.jpg\" alt=\"Wasserflasche Evian\" \/><\/p>\n<p>Nach Evian wird die Streckenf\u00fchrung irgendwie f\u00fcr mich un\u00fcbersichtlich. Ich hatte darauf verzichtet, mir eine vorgegebene Route in den Tacho einzuspeichern. Die Hauptstra\u00dfe wird mehr oder weniger zur Schnellstra\u00dfe und f\u00fchrt vom See weg, die Fahrradroute (ab und zu taucht auch in Frankreich noch ein Schild auf), wird durch eine Baustelle j\u00e4h unterbrochen und alle Versuche drum rum zu fahren enden im Industriegebiet und im Nirwana irgendwelcher Industrieanlagen. Nach einiger Zeit komme ich endlich irgendwie wieder auf die richtige Spur. Und in Anthy-sur-L\u00e9man entsch\u00e4digt mich eine wunderbar beschauliche Fischerszene am See f\u00fcr den \u00c4rger der vorhergehenden Irrfahrt:<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.huemmer.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG_1213-e1501748260338.jpg\" alt=\"Blick auf den See bei Anty-sur-L\u00e9man\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.huemmer.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG_1216-e1501748297893.jpg\" alt=\"Frischer Fischfang aus dem Lac Leman\" \/><\/p>\n<p>Einfach wunderbar, dieser kleine Mann, sein Hund und der See! Der Sommer kann so sch\u00f6n sein!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.huemmer.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG_1215-e1501748317674.jpg\" alt=\"Kleiner Junge und sein Hund am Lac Leman\" \/><\/p>\n<p>Nun geht es auf die Landzunge, die sich in den See hineinstreckt und auf der sich das Dorf Yvoire befindet. Es handelt sich hierbei um ein Dorf mit historischen Geb\u00e4uden. Die Anfahrt zieht sich etwas, aber da es sich lt. div. Reisef\u00fchrer um ein sehenswertes Highlight handelt, befl\u00fcgelt es auch die Radlerbeine. Nach 75 km erreiche ich das Dorf und dort soll dann auch die erste l\u00e4ngere Pause sein. Autos m\u00fcssen auf einen Gro\u00dfparkplatz draussen bleiben, Radfahrer d\u00fcrfen rein. Es ist wirklich ganz zauberhaft, hat aber jedoch auch den Charakter eines Museumsdorfes.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.huemmer.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG_1219-e1501748830704.jpg\" alt=\"Yvoire\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.huemmer.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG_1221-e1501748851597.jpg\" alt=\"Yvoire\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.huemmer.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG_1220-e1501748875707.jpg\" alt=\"Yvoire\" \/><\/p>\n<p>Jetzt hab ich mir auch etwas zu essen verdient! Ein hei\u00dfes Panini mit Schinken und K\u00e4se, Nachtisch.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.huemmer.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG_1223-e1501748893366.jpg\" alt=\"Verpflegung f\u00fcr die weitere Tour\" \/><\/p>\n<p>Dann ging es weiter Richtung Genf. Nur noch 25 km zeigte der Wegweiser, das spornte wiederum an und im Nachhinein war dieser Abschnitt auch der schnellste und leichteste der Tour. Gef\u00fchlt rollte (gut, es waren tats\u00e4chlich auch immer wieder Abschnitte dabei, wo man gut reintreten musste) man nach Genf rein. Diesmal war von einer Grenze nichts mehr zu sehen. Als ich noch r\u00e4tselte ob ich jetzt noch in Frankreich oder schon wieder in der Schweiz bin, befand ich mich pl\u00f6tzlich schon in einem Vorort von Genf.<\/p>\n<p>Und dann war es soweit! Ich sauste auf breiter Stra\u00dfe einen Berg hinunter und in der Ferne war tats\u00e4chlich schon die bekannte Font\u00e4ne, eines der Wahrzeichen von Genf zu sehen! Meine mentale Taktik bestand bis dahin auch immer darin, mir zu sagen, ich h\u00e4tte ja mit der Tour erst begonnen. Dann wurde mir pl\u00f6tzlich bewusst, wow, hab ja schon mehr als die H\u00e4lfte. Meines Erachtens war die Ankunft in Genf dann auch irgendwie der H\u00f6hepunkt meiner Tour. Hier waren exakt 100 km erreicht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.huemmer.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG_1236-e1501749406967.jpg\" alt=\"Ankunft im Hafen von Genf\" \/><\/p>\n<p>Die Fahrt durch Genf in Richtung Lausanne erwies sich als v\u00f6llig unproblematisch und wirklich ganz leicht zu finden. Die Verkehrsf\u00fchrung ist sehr einfach. Und ganz schnell ist man schon wieder au\u00dferhalb, befindet sich neben Weinreben und darf nochmal einen Blick zur\u00fcck werfen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.huemmer.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG_1244-e1501749546650.jpg\" alt=\"Blick zur\u00fcck auf Genf\" \/><\/p>\n<p>Dann der Abschnitt, dem ich mich schon vorher etwas angespannt entgegen sah. Die nachmitt\u00e4gliche Sonne brannte runter (meine Tachoauswertung sagte mir, es waren bis zu 35\u00b0C), man hat mehr als 100 km hinter sich und noch eine lange Strecke vor sich. Aber es ging vorw\u00e4rts und Nyon war erreicht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.huemmer.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG_1246-e1501749652247.jpg\" alt=\"Nyon\" \/><\/p>\n<p>Die Strecke war teilw. nicht so attraktiv mit viel Verkehr. Aber die Ortschaften (z. B. Rolle und Morges) hatten immer wieder h\u00fcbsche Fotomotive.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.huemmer.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG_1248-e1501749612795.jpg\" alt=\"Zwischen Nyon und Lausanne\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.huemmer.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG_1249-e1501749627433.jpg\" alt=\"Zwischen Nyon und Lausanne\" \/><\/p>\n<p>Zeit etwas durchzuschnaufen, zu trinken bzw. Getr\u00e4nkenachschub zu organisieren und f\u00fcr Radfahrer gut zu wissen: An den Parkpl\u00e4tzen vor den abgebildeten Burgen gibt es meistens auch \u00f6ffentliche Toiletten.<\/p>\n<p>Dann wurden allm\u00e4hlich die Vororte von Lausanne erreicht. Moderne teilw. futuristisch anmutende Zweckbauten, breite f\u00fcr den Autoverkehr optimierte Stra\u00dfen. Nach dem Durchfahren dieser eher unattraktiven Vorstadt dann Ankunft am See. Zeit f\u00fcr ein Eis! Und welche Freude, als mein Blick auf ein Schild fiel, mit der Aufschrift, dass es nach Vevey nur noch 20 und nach Montreux 29 km sind! Na also!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.huemmer.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG_1252-e1501750120615.jpg\" alt=\"Lausanne\" \/><\/p>\n<p>Richtung Vevey f\u00e4hrt man etwas erh\u00f6ht, rechts unterhalb der See und links oberhalb das ber\u00fchmte Weinanbaugebiet dieser Gegend. Man l\u00e4sst immer wieder den Blick zum jenseitigen Ufer schweifen, dort also ist man heute fr\u00fch auch schon entlang gefahren und voraus taucht immer deutlicher die Bucht von Montreux mit dem Abschluss des See und den dahinter aufragenden Bergen auf. Jetzt ist es beinahe geschafft!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.huemmer.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG_1253-e1501750604757.jpg\" alt=\"Zwischen Lausanne und Vevey\" \/><\/p>\n<p>Durch Vevey, dass doch bei der Durchfahrt erstaunlich gro\u00df erscheint, bei Feierabendverkehr und etlichen Ampeln, zieht es sich noch etwas. Dann noch ein paar km und das Ortsschild von Clarens ist erreicht. Ich sehe den kleinen Hafen und ein paar Meter weiter biege ich wieder links zu \u201emeinem\u201c Haus (mit dem Ferienappartement) ein.<\/p>\n<p>Noch auf dem Rad ziehe ich ein erstes kleines Fazit:<\/p>\n<p>Die Beine haben wunderbar durchgehalten, da w\u00e4ren auch 200 km gegangen! Gut der Nacken spannt, aber das Sitzen wiederum hat tats\u00e4chlich \u00fcberhaupt keine Probleme bereitet! Der Kopf ist etwas matschig wegen der hei\u00dfen Sonne. Aber nach einer Dusche klingt der Abend wunderbar friedlich am See und dem kleinen Hafen von Clarens aus!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.huemmer.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG_1255-e1501750962232.jpg\" alt=\"Hafen Clarens\" \/><\/p>\n<p>Genaue Route:<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.strava.com\/activities\/1126577885\/embed\/987543d9e5b1e063a533b74c741ae3e7765efbf4\" width=\"590\" height=\"405\" frameborder=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In diesem Jahr habe ich endlich mal wieder so richtig mit dem Rennradfahren weitergemacht, nachdem dieses Hobby zwischenzeitlich aus verschiedenen Gr\u00fcnden eher nur sporadisch bis kaum mehr ausge\u00fcbt wurde und das Rad in der Garage rumstand. Da mich mein Urlaub an den Genfer See f\u00fchren sollte, kam mir pl\u00f6tzlich die Idee, da k\u00f6nnte man doch &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/blog.huemmer.net\/?p=167\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eTour de Lac Leman\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":180,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-167","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.huemmer.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/167","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.huemmer.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.huemmer.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.huemmer.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.huemmer.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=167"}],"version-history":[{"count":14,"href":"https:\/\/blog.huemmer.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/167\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":200,"href":"https:\/\/blog.huemmer.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/167\/revisions\/200"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.huemmer.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/180"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.huemmer.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=167"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.huemmer.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=167"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.huemmer.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=167"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}