{"id":181,"date":"2017-08-14T22:43:01","date_gmt":"2017-08-14T20:43:01","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.huemmer.net\/?p=181"},"modified":"2017-08-16T22:33:09","modified_gmt":"2017-08-16T20:33:09","slug":"les-mosses-chateau-doex-lac-de-l-hongrin-les-agites","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.huemmer.net\/?p=181","title":{"rendered":"Col des Mosses &#8211; Ch\u00e2teau-d&#8217;\u0152x &#8211; Lac de l&#8216; Hongrin &#8211; Les Agites"},"content":{"rendered":"<p>Zu meinem Urlaub am Genfer See, hatte ich mir vorab zwei Touren \u00fcberlegt, zum einen die Umfahrung des Sees, zum anderen, eine Tour in die Berge. Ob ich \u00fcberhaupt eine davon komplett  schaffe, war mir ja vorher noch nicht so recht klar, aber man hat ja, dank des hervorragenden Bahnverkehrsnetzes und\/oder der Schiffsverbindungen auf dem Genfer See auch immer noch sozusagen Netz und doppelten Boden. <\/p>\n<p>Die \u201eFlachetappe\u201c mit 185 km rund um den Genfer See hatte ich ja f\u00fcr meine Verh\u00e4ltnisse ganz gut gemeistert. Tags darauf war relaxen angesagt, d.h. ein l\u00e4ngerer Spaziergang am See entlang, ein St\u00fcck mit dem Schiff \u00fcber den See und da es wieder mit weit \u00fcber 30\u00b0C sehr hei\u00df war, bis in den Abend hinein noch Baden und Schwimmen im See.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag dachte ich nach dem Fr\u00fchst\u00fcck, ein bisschen Radfahren w\u00e4re heute nicht schlecht! Ich fahr mal bis Aigle, dann vielleicht den Berg hoch und dann mal sehen &#8230; Also Col des Mosses kannte ich von div. Autofahrten und wie gesagt, sollte mir nach der Abfahrt dann in Chateau d\u2019Oex die Puste ausgehen oder die Beine streiken, k\u00f6nnte ich ja immer noch samt Rad in den Zug steigen. <\/p>\n<p>Was mich im Vorfeld der Planung schon sehr gefesselt hat als ich davon gelesen hatte, war das Hongrin Tal und der Pass \u201eLes Agites\u201c. Das Hongrin Tal erschien mir, je mehr ich \u2013 vor allem aus Rennradfahrerperspektive \u2013 dar\u00fcber rausfinden wollte, zunehmend geheimnisvoller. Aber eine wertvolle Info konnte ich ermitteln, n\u00e4mlich, dass es einen durchgehend befestigten Weg gibt, der zwar unterschiedliche Qualit\u00e4t aufweist, aber doch auch mit Rennradreifen befahren werden kann. Das geheimnisvoll-spektakul\u00e4re ging ja noch weiter, denn nach dem Hongrin Tal ist dann die Verbindung \u201eLes Agites\u201c vom Lac de l\u2019Hongrin wieder runter in\u2019s Rhonetal milit\u00e4risches Sperrgebiet, es wird hier scharf geschossen und die Stra\u00dfe ist nur zeitweise ge\u00f6ffnet. <\/p>\n<p>Auf der Internetseite http:\/\/hongrin.ch habe ich dann noch ermittelt, dass just an dem Freitag, an dem ich ggf. fahren wollte, die Durchfahrt ab 16.30 Uhr ge\u00f6ffnet sei. <\/p>\n<p>Also bin ich dann mal losgeradelt. Gestartet bin ich eher sp\u00e4t, gegen 10 Uhr Vormittags. Der Wind, der anscheinend gerne vom See her, durch\u2019s Rhonetal Richtung Wallis bl\u00e4st, hat mich dann auch sozusagen bis Aigle \u201efliegen\u201c lassen. Es war ein Genuss mit bis zu 40 km\/h. dahinzuradeln. Clarens-Montreux-Chillon-Villeneuve-Roche-Yvorne-Aigle.<\/p>\n<p>Yvorne baut einen hervorragenden Wein an, den ich mir dann am Abend gerne hab schmecken lassen. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.huemmer.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG_1290-e1501954659402.jpg\" alt=\"Yvorne\" \/><\/p>\n<p>In Aigle hab ich noch mal Getr\u00e4nke gekauft, f\u00fcr die anstehende Passfahrt erschien mir Rivella geeignet und bin dann den Col des Mosses hochgekurbelt. Ich wollte tats\u00e4chlich mal die Erfahrung einer relativ stark befahrenen Passstra\u00dfe machen. Der Verkehr ist sehr hoch, es fahren da ununterbrochen Autos, Laster, Busse und Motorr\u00e4der an einem vorbei. Aber ich hab mich dabei nie unsicher gef\u00fchlt. Wenn es mal zu schmal ist und Gegenverkehr kommt, fahren die Autos halt ein St\u00fcck hinter einem her. Weiter oben wird der Verkehr gef\u00fchlt wesentlich geringer. Es verteilt sich anscheinend mehr. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.huemmer.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG_1293-e1501954636899.jpg\" alt=\"Aigle - Les Mosses\" \/><\/p>\n<p>Beim Hochfahren kam mir, glaube ich, zu Gute, dass ich Berge (zwar eher im Kleinformat) schon seit jeher aus meiner fr\u00e4nkischen Mittelgebirgslandschaft her kenne und auch mit dem Rad gefahren bin. Da geht es zwar meistens nur 2, 3 oder 4 km. hoch, aber es f\u00fchlt sich halt trotzdem auch nicht ganz anders an. Hier kurbelte ich dann bis zur Passh\u00f6he insgesamt um die 18 km hoch. Allerdings wird weiter oben die Steigung auch zwischendurch mal moderater.<\/p>\n<p>Hier die Abzweigung an der man sich entscheiden muss, ob man nun Les Mosses oder Col du Pillon (da geht\u2019s Richtung Les Diablerets und weiter nach Gstaad, Zweisimmen usw.) fahren will.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.huemmer.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG_1294-e1501954617496.jpg\" alt=\"Abzweigung Les Mosses - Col du Pillon\" \/><\/p>\n<p>Angekommen!  Les Mosses, Ortsschild.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.huemmer.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG_1299-e1501869400495.jpg\" alt=\"Les Mosses Ortsschild\" \/><\/p>\n<p>Unten in Aigle hatte ich 20 km hinter mir, oben in Les Mosses waren es dann insgesamt 38 km.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.huemmer.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG_1302-e1501954579759.jpg\" alt=\"Tachostand Les Mosses\" \/><\/p>\n<p>Vor vielen Jahren hatte ich mit dem Auto mal kurz in Les Mosses Halt gemacht. Damals, im M\u00e4rz oder April, als unten am Genfer See schon sch\u00f6nstes Fr\u00fchjahr war, schaute die Passh\u00f6he nicht sehr einladend aus. Schneereste und graue Wolken sowie der Eindruck eines verlassenen Skiortes nach der Saison waren mir im Ged\u00e4chtnis geblieben. Jetzt im August, schaute alles sehr nett aus. Strahlender Sonnenschein, K\u00fche, gr\u00fcne Wiesen, hohe Berge und rustikale Holzh\u00e4user. Dass es trotzdem vorrangig auf die Skisaison eingerichtet ist, sieht man dann weiter hinten, an den riesigen Parkpl\u00e4tzen.<\/p>\n<p>Wie mache ich jetzt weiter, hab ich dann nach einer kurzen Verschnaufpause \u00fcberlegt! Jetzt bin ich zwar einen ordentlichen Pass gefahren, aber es ist erst Mittag und es sind ja auch erst 38 km. Also gut, mit Schwung in die Abfahrt nach Ch\u00e2teau-d&#8217;\u0152x gegangen. Den Genuss will ich auf jeden Fall mitnehmen. Die Abfahrt macht auch richtig Spass, man kann es gut laufen lassen, ich hatte etwas Gegenwind, die Geschwindigkeit wurde daher eh nicht zu schnell. Aber nichts desto trotz muss man nat\u00fcrlich bei Abfahrten immer konzentriert sein. Je l\u00e4nger die Abfahrt andauerte, desto mehr wurde mir dann f\u00fcr mich auch klar, diese Stra\u00dfe werde ich NICHT wieder hochfahren, das erschien mir viel zu lang und strapazi\u00f6s. Also unten entscheiden, wie es mir geht und dann ggf. doch die Hongrin Variante in Angriff nehmen.<\/p>\n<p>In Ch\u00e2teau-d&#8217;\u0152x, ein sehr sch\u00f6nes Alpendorf (auch bekannt f\u00fcr ein j\u00e4hrliches Ballonfahrerfestival) hab ich dann erst mal eine Pause gemacht, das Rad durch die Fu\u00dfg\u00e4ngerzone geschoben und in einer total netten Boulangerie (mit richtigem Tante Emma Laden) mir ein Pain au Chocolat und Getr\u00e4nkenachschub geholt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.huemmer.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG_1304-e1501954553872.jpg\" alt=\"Ch\u00e2teau-d'\u0152x\" \/><\/p>\n<p>Um zum Ausgangspunkt der Hongrin-Route zu kommen musste ich noch weiter bis Montbovon fahren. Ein Blick aufs Smartphone und Google Maps sagte mir, das w\u00e4ren noch fast 12 km. Na ja, nicht sehr motivierend, da mir mittlerweile ein recht starker Gegenwind entgegenpustete. Aber dann sollte etwas ganz Wunderbares geschehen! Ich fuhr also ein paar km recht lustlos die Stra\u00dfe Richtung Montbovon, wo es zwar noch weiter abw\u00e4rts geht, aber wie gesagt der starke f\u00f6nartige Gegenwind macht zu schaffen, als im D\u00f6rfchen Rossini\u00e8re mich ein anderer Rennradler \u00fcberholte. Ha, da muss ich versuchen dran zu bleiben! Der andere schaute tats\u00e4chlich auch immer wieder, ob ich dranbleibe und sein Tempo war o.k. So bildeten wir ein Zweierteam, was den Gegenwind doch gleich sehr ertr\u00e4glich machte. Ich konnte sogar ab und zu auch mal die F\u00fchrung \u00fcbernehmen und dem Kollegen Windschatten bieten, so jagten wir dann wirklich mit schnellem Tempo (lt. Aufzeichnung zw. 30 u. bis zu 47 km\/h), dass unglaublich Spass machte, talw\u00e4rts Richtung Montboven. Dort angekommen verabschiedete ich mich, mit rudiment\u00e4ren Franz\u00f6sich und deutete nach links und rief, a Lac de\u2019l Hongrin, was der Kollege mit einem \u201eDaumen hoch\u201c und \u201eau revoir\u201c quittierte.<\/p>\n<p>Am Bahnhof von Montbovon (das D\u00f6rfchen wirkt ansonsten wirklich recht verschlafen, ich war da mal vor Jahren eher versehentlich am Bahnhof ausgestiegen, man kann direkt von Montreux \u00fcber Les Avants mit dem Zug dahinfahren) gibt es immerhin einen gut funktionierenden Getr\u00e4nkeautomaten. Also nochmal ein Wasser geholt. Diesmal ein \u201eWalser\u201c mit Kohlens\u00e4ure. Wirklich sehr gut. Meines Erachtens besser als das Evian. <\/p>\n<p>Der Einstieg in die Route durch das Hongrin-Tal ist leicht zu finden. Vom Bahnhof wieder ein paar Meter zur\u00fcck, wo ich gerade hergekommen bin und dann rechts hoch. Ein Wegweiser zeigt den Weg dort hoch in Richtung Les Alli\u00e8res. Der erste Abschnitt bis zum Dorf Les Alli\u00e8res ist wunderbar. Ein schmales Str\u00e4\u00dfchen, nagelneue Teerdecke. Alles sehr idyllisch, es geht durch den Wald, rechts unter einem rauscht der Hongrin ins Tal. Es ist auch alles von der Steigung her noch recht moderat.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.huemmer.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG_1307-e1501954527449.jpg\" alt=\"Von Montbovon in das Hongrin Tal\" \/><\/p>\n<p>Angkommen in Les Alli\u00e8res<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.huemmer.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG_1310-e1501954496205.jpg\" alt=\"Les Alli\u00e8res\" \/><\/p>\n<p>Die Strecke wird auch von diesen Radroutenschildern gekennzeichnet.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.huemmer.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG_1311-e1501954478695.jpg\" alt=\"Radroutenschild\" \/><\/p>\n<p>Nach Les Alli\u00e8res wechselt der Stra\u00dfenbelag schnell auf \u201ena ja, geht so\u201c. F\u00fcr den langsamen Aufstieg ist es vollkommen o.k., der Belag ist halt manchmal recht grob, ganz kurze Abschnitte auch mal ohne Teer bzw. Beton, aber gut fahrbar. Man braucht keine Angst um sein Rad zu haben. Runterfahren m\u00f6chte ich nicht unbedingt, das macht dann denke ich keinen Spass, weil es doch etwas holprig wird.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.huemmer.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG_1314-e1501954454261.jpg\" alt=\"Hongrin Tal weiter aufw\u00e4rts\" \/><\/p>\n<p>Es ist wirklich sehr idyllisch da hoch zu fahren und ich habe mit jedem Meter gedacht, was f\u00fcr ein Gl\u00fcck, dass ich das heute doch noch angegangen bin. Herrliche Ruhe, war praktisch allein unterwegs, nur mal ein paar Mountainbiker die von oben entgegenkamen und ganz vereinzelt Wanderer.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.huemmer.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG_1317-e1501954411779.jpg\" alt=\"Hongrin Tal\" \/><\/p>\n<p>Die Grillen haben laut gezirpt, immer wieder haben mich Schmetterlinge begleitet und dass K\u00fche sich in dem Tal wohlf\u00fchlen h\u00f6rt man an den Glocken, deren Klang einem st\u00e4ndig von nah oder fern begleitet und merkt man am ab und zu zu absolvierenden Kuhfladenslalom.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.huemmer.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG_1318-e1501954390856.jpg\" alt=\"Kuhfladenslalom\" \/><\/p>\n<p>Lt. Tacho hab ich gedacht, na ja, bevor ich die 80 km voll habe, brauche ich nicht damit zu rechnen am Hongrin See anzukommen, dann, schon etwas vorher, lugte pl\u00f6tzlich rechts durch die B\u00e4ume in der Ferne schon ein Teil der Staumauer und ein kurzer Tunnel war zu durchfahren. Vorher st\u00e4ndig in der gleisenden Sonne, sah ich im Tunnel kaum etwas und ich hoffte nur, dass keine Schlagl\u00f6cher im Boden sind. Ging aber alles sehr gut!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.huemmer.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG_1320-e1501954365966.jpg\" alt=\"Kurzer Tunnel vor Lac de'l Hongrin\" \/><\/p>\n<p>Dann, nach dem kurzen Tunnel, steht man direkt vor der riesigen Staumauer.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.huemmer.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG_1325-e1501954313685.jpg\" alt=\"Staumauer Hongrin\" \/><\/p>\n<p>Man kann auf einem Weg \u00fcber die ganze Staumauer fahren, was ich auch gemacht habe. Man muss dann halt den gleichen Weg wieder zur\u00fcckfahren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.huemmer.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG_1328-e1501954279237.jpg\" alt=\"Weg \u00fcber die Staumauer\" \/><\/p>\n<p>Dann muss man im Uhrzeigersinn mind. zu drei viertel um den langgezogenen See herumfahren, da der \u201eLes Agites\u201c Pass auf der gegen\u00fcberliegenden Seite entlang f\u00fchrt und man nur auf diesem Weg diese Stra\u00dfe erreicht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.huemmer.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG_1331-e1501954220943.jpg\" alt=\"Hongrin See\" \/><\/p>\n<p>Diese Umrundung fand ich dann tats\u00e4chlich etwas nervig. In meiner grenzenlosen Naivit\u00e4t hatte ich mir ja vorgestellt, wenn der See erreicht ist, geht es sozusagen im Sturzflug nach unten ins Rhonetal. Zun\u00e4chst geht es nochmal um zum einen Ende des Sees zu kommen immer wieder kr\u00e4ftig nach oben. <\/p>\n<p>Bei der Kuh machte ich mal eine kleine Verschnaufpause.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.huemmer.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG_1333-e1501954197244.jpg\" alt=\"Kuh\" \/><\/p>\n<p>Und dann auch, wenn die richtige Stra\u00dfe des Agites-Pass erreicht ist, muss man schon noch lange treten (hier hatte ich auch wieder Gegenwind). Es zieht sich!<\/p>\n<p>Am H\u00f6henprofil sieht man sch\u00f6n, wie das noch lange vom Hongrin-See aus, nach oben geht. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.huemmer.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Bildschirmfoto-2017-08-05-um-20.13.47.png\" alt=\"H\u00f6henprofil\" \/><\/p>\n<p>Blick nochmal auf den See mit der Staumauer von der anderen Seite.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.huemmer.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG_1336-e1501954153986.jpg\" alt=\"Blick \u00fcber den See\" \/><\/p>\n<p>Die Stra\u00dfe an sich, ist aber genial. Am Anfang eine richtig breite hervorragende Pass-Stra\u00dfe, die ich fast, bis auf drei Motorr\u00e4der und zwei Autos, v\u00f6llig f\u00fcr mich alleine hatte. Ab 16.30 Uhr vom Milit\u00e4r f\u00fcr den \u00f6ffentlichen Verkehr freigegeben und genau um die Zeit war ich da. Die Br\u00fccken sind hier alle durchnummeriert. Hier sang ich noch \u201e\u00fcber sieben Br\u00fccken musst du gehn\u201c, am Ende waren es dann 47 oder so. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.huemmer.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG_1335-e1501954174870.jpg\" alt=\"Br\u00fccken Les Agites\" \/><\/p>\n<p>Dann, nach einer gef\u00fchlten Ewigkeit, zwischendurch waren auch mal (offene) Schranken und (leere) H\u00e4uschen f\u00fcr Wachposten zu passieren, endlich das Hinweisschild auf den Tunnel des Agittes, der nach 3,5 km. kommen sollte:<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.huemmer.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG_1341-e1501954037567.jpg\" alt=\"Hinweisschild Tunnel Les Agites\" \/><\/p>\n<p>Nochmal Gelegenheit zum Wasser auff\u00fcllen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.huemmer.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG_1342-e1501954015296.jpg\" alt=\"Gebirgswasser\" \/><\/p>\n<p>Dann nochmal ein absoluter H\u00f6hepunkt der Tour. Nach einem kurzen Anstieg und hinter einer Kurve er\u00f6ffnet sich pl\u00f6tzlich ein grandioser Blick auf den Genfer See. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.huemmer.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG_1345-e1501953986628.jpg\" alt=\"Blick auf See\" \/><\/p>\n<p>Als ich dort so stehe und den Blick geniesse, h\u00f6re ich, wie hinter mir ein kr\u00e4ftiger Motor durch das Hochtal r\u00f6hrt. Na, da will ich mal sehen, wer da so rallym\u00e4ssig auf der Strecke unterwegs ist, die ich gerade so einsam entlang geradelt bin, und nicht allzulange dauert es, bis ein Porsche um die Kurve kommt. Der Porsche, ein wundersch\u00f6ner Oldtimer, bleibt dann auch vorne, nat\u00fcrlich auch gebannt von dem Ausblick stehen und ein Paar steigt aus. Wir kommen gleich in\u2019s Gespr\u00e4ch, nachdem ich mein schlechtes Franz\u00f6sisch entschuldigt habe, bieten die beiden Englisch an, und als ich sage Deutsch, sagen sie, ja das geht nat\u00fcrlich auch. Finde ich gut! Sie erkundigen sich interessiert nach meiner Tour und der Strecke und ich bewundere nochmal das Auto. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.huemmer.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG_1347-e1501953943888.jpg\" alt=\"Porsche\" \/><\/p>\n<p>Dann fahre ich weiter durch den ber\u00fchmt ber\u00fcchtigten Tunnel<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.huemmer.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG_1348-e1501953799193.jpg\" alt=\"Tunnel Les Agites\" \/><\/p>\n<p>Tunnel de la Sarse<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.huemmer.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG_1349-e1501953888222.jpg\" alt=\"Schild Tunnel de la Sarse\" \/><\/p>\n<p>Der Tunnel (mit zeitlicher Einbahnregelung) ist gut zu fahren, da seitlich immer wieder Licht\u00f6ffnungen f\u00fcr gute Sicht sorgen.<\/p>\n<p>Ein St\u00fcck nach dem Tunnel hat man dann nochmal einen wunderbaren Blick aus anderer Perspektive ins Tal und sieht die Rhone in den See fliessen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.huemmer.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG_1350-e1501955928551.jpg\" alt=\"Blick Richtung Villeneuve\" \/><\/p>\n<p>Die Abfahrt die jetzt folgt ist bremstechnisch sehr anstrengend. Extrem steil, -11, -12, -14 zeigt der Tacho beim Gef\u00e4lle an, sehr enge Kehren, man ist wirklich st\u00e4ndig am Bremsen. Ich bin dann auch ein paarmal zwischendurch stehen geblieben, um die Bremsen sozusagen wieder etwas abk\u00fchlen zu lassen, das w\u00e4re mir sonst nicht recht geheuer gewesen. Anstrengend aber nat\u00fcrlich auch insgesamt sehr eindrucksvoll!<\/p>\n<p>Und irgendwann kommt dann auch das Tal immer n\u00e4her und man kommt direkt in Yvorne (nach ca. 15 km Abfahrt), zwischen den mit Mauern umfriedeten Weing\u00e4rten, bzw. Weinbergen an.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.huemmer.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG_1355-e1501953638605.jpg\" alt=\"Yvorne inmitten der Weinreben\" \/><\/p>\n<p>Jetzt noch die paar Km. zur\u00fcck nach Montreux-Clarens, diesmal allerdings mit Gegenwind, aber doch befl\u00fcgelt im Endspurt dieser wunderbaren Tour (und im Wissen, dass der Supermarkt nur bis 19 Uhr offen hat) konnte ich tats\u00e4chlich nochmal richtig kr\u00e4ftig reintreten und war kurz nach 18 Uhr wieder daheim in der Ferienwohnung. <\/p>\n<p>Hinter mir lagen 132,77 km, eine Nettofahrzeit von 7:06 Stunden, eine Gesamtzeit von 8:41 Stunden und 2.230 H\u00f6henmeter.<\/p>\n<p><iframe height='405' width='590' frameborder='0' allowtransparency='true' scrolling='no' src='https:\/\/www.strava.com\/activities\/1126578054\/embed\/fe0537d9d3e870cfba828f4ef4236a06aed38a0b'><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu meinem Urlaub am Genfer See, hatte ich mir vorab zwei Touren \u00fcberlegt, zum einen die Umfahrung des Sees, zum anderen, eine Tour in die Berge. Ob ich \u00fcberhaupt eine davon komplett schaffe, war mir ja vorher noch nicht so recht klar, aber man hat ja, dank des hervorragenden Bahnverkehrsnetzes und\/oder der Schiffsverbindungen auf dem &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/blog.huemmer.net\/?p=181\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eCol des Mosses &#8211; Ch\u00e2teau-d&#8217;\u0152x &#8211; Lac de l&#8216; Hongrin &#8211; Les Agites\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":182,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-181","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.huemmer.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/181","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.huemmer.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.huemmer.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.huemmer.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.huemmer.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=181"}],"version-history":[{"count":20,"href":"https:\/\/blog.huemmer.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/181\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":206,"href":"https:\/\/blog.huemmer.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/181\/revisions\/206"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.huemmer.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/182"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.huemmer.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=181"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.huemmer.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=181"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.huemmer.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=181"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}